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DER LEBENDE KÖRPER ZWISCHEN MATERIE UND GEIST

Sphaeren

Wie Heilung vor sich geht, ist durch keinen spezifischen Mechanismus zu erklären, zum Beispiel durch eine biochemische Reaktion oder einen bestimmten Eingriff. Wie das Wachstum einer Pflanze kann man sie zwar fördern, aber nicht machen. Es können materielle, vegetative, psychische, soziale, mentale und spirituelle Einflüsse beteiligt sein. Heute bezieht die Medizin zwar die subjektiven, mentalen und psychosozialen Faktoren mehr und mehr in Betracht. Was sie jedoch noch kaum erforscht hat, ist jene Sphäre, welche im Zentrum aller Sphären steht. Es ist die Sphäre des Lebens oder - mit einem anderen Wort - die biotische Sphäre.

Sie bewirkt den Zusammenhalt des Organismus. Unter anderem webt sie das Netz des Bindegewebes beziehungsweise der Faszien, welches wesentlich unser Aussehen und Befinden bestimmt, abzulesen an der Form des Körpers sowie an Mimik, Haltung und Bewegungsweise. Daher fragen wir beispielsweise, wie es jemandem geht, wenn wir uns nach dem Befinden einer Person erkundigen. Dieses Netz reagiert gesamthaft, wenn physische, biochemische, homöopathische, psychosoziale oder mentale Einflüsse auf den Organismus einwirken. Krankheit geht damit einher, dass sein Zusammenhalt gestört ist, und bei Heilung stellt sich dieser Zusammenhang wieder her.

Ein unmittelbarer Zugang zur biotischen Sphäre einer Person ist über ihr myofasziales System möglich. Der myofasziale Dialog (MfD), der hier vorgestellt wird, beruht darauf, dass Muskeln und Faszien eng mit dem vegetativen Nervensystem verwoben sind, und dieses wiederum eng mit dem psychosozialen und mentalen Geschehen verknüpft ist. Um Störungen in der biotischen Sphäre aufzudecken, setzt der MfD systematisch Testreize und registriert die entstehenden Reaktionen des Muskel- und Bindegewebs-Systems.