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MEDIZIN IM DIALOG MIT DEM KÖRPER

Auf Basis der genannten drei Versuchsreihen habe ich die Wirkungsweise der Homöopathie genauer untersucht. Dabei habe ich mich in erster Linie auf Berichte über erfolgreiche Seuchen-Behandlungen gestützt. Die Berichte handeln von größeren Fallzahlen, und meist genügten ein oder zwei kollektiv verordnete Heilmittel zur Eindämmung der Seuche. Dies ergibt eine relativ übersichtliche Datenlage.

Die Interaktion der Seuchenerreger und der Heilmittel im Organismus lässt sich mittels des MfD nachvollziehen, denn man kann sie anhand ihrer feldartigen, homöopathischen Wirkung miteinander vergleichen. An gesunden Versuchspersonen habe ich stellvertretend für die Seuchen die Nosoden der Seuchen getestet, das heißt, homöopathisch aufbereitete Krankheitskeime in einer ungefährlichen, hohen Potenz, die nichts von Ursprungs-Substanz mehr enthält, sondern nur noch ihre Information. Meine Untersuchungen zeigen, dass die Heilmittel zu einem Teil ähnlich, zu einem anderen Teil aber entgegengesetzt auf das myofasziale System wirken wie die entsprechenden Nosoden. Bei gemeinsamer Testung von Nosode und Heilmittel heben sich ihre Wirkungen gegenseitig auf. Offenbar erzeugt die gleichartige Wirkung des Heilmittels Resonanz im Organismus, während seine konträre Wirkung das Muster der Krankheit verändert und unwirksam macht. Auf diese Weise bestätigt sich im MfD der alte medizinisch-homöopathische Leitsatz „Ähnliches soll mit Ähnlichem behandelt werden".

Im MfD offenbaren auch die „normalen“ Pharmaka neben ihrer biochemischen Wirkung einen feldartigen Effekt auf den lebenden Organismus. Darin schlummern ungenutzte Möglichkeiten. So kann ein Dialog mit dem lebenden Körper im Voraus Hinweise darauf geben, welche Mittel im konkreten Fall Erfolg versprechen und welche eher schädlich sein dürften. Da nur ihre Feldwirkung geprüft werden muss, brauchen sie dazu nicht einverleibt werden. Ein solches Vorgehen könnte die Arzneiverordnung insgesamt sicherer machen. Voraussetzung wäre allerdings, dass entsprechende Verfahren wissenschaftlich evaluiert werden.  Jeoch dies ist nicht so ohne Weiteres zu erwarten, denn es bedeutet, den Körper als ein sich selbst organisierendes Subjekt wahrzunehmen. Es wäre ein Paradigmenwechsel, der über das heute immer noch vorherrschende Maschinenmodell hinaus zu einem Feldmodell des Organismus führt.

Aktuell machen die Diskussionen um die Corona-Impfung deutlich, dass man deren individuelle Nebenwirkungen unbedingt besser einschätzen können sollte, und ganz allgemein zeigen die Beipackzettel der Pharmaka, wie sehr letztere mit Komplikationen behaftet sein können. Ihre Verordnung wie auch ihre weitere Erforschung könnte schonender und effektiver gestaltet werden, wenn wir ihr Wirken in der biotischen Sphäre besser verfolgen könnten. Derzeit muss sich die medizinische Forschung oft mit einem Signifikanz-Niveau von etwa 5% zufriedengeben, also mit einer 95-prozentigen Wirksamkeit. Beispielsweise für eine Vaccine ist dies ein sehr gutes Ergebnis. In der Welt der Technik wäre ein solches Sicherheitsniveau katastrophal, denn es würde bedeuten, dass zum Beispiel eine Brücke mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 Prozent zusammenbricht, wenn man darüberfährt.

Nicht nur die Beipackzettel der Pharmaka, auch die Bögen zur präoperativen Aufklärung belegen, dass medizinische Interventionen tatsächlich immer ein Quantum Glück benötigen. Etwas überspitzt ausgedrückt beruhen sie letztlich auf dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Diese medizinische Realität wird in der Welt der Forschung im Gegensatz zu den Laborbedingungen auch als „Real World“ bezeichnet. Um mit der "Real World" lebensnäher und schonender umgehen zu können, brauchen wir den Dialog mit dem Feld des Lebens. Den besten Zugang dazu bietet - unser lebender Körper.