Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um das Vorwort meines EBooks
"Der Fasziencode - zur homöopathischen Wirkung von Arzneien".
 
 
In meiner klinisch-orthopädischen Ausbildungszeit habe ich mich besonders um jene Fälle gekümmert, bei denen der postoperative Verlauf gestört war. Mich hat interessiert, wie deren Heilung begünstigt werden konnte. Orthopädische Chirurgen sind überwiegend Pragmatiker, und so habe ich unbehelligt mit Homöopathie und Akupunktur werken dürfen, solange ich die Regeln der Schulmedizin nicht verletzt habe. Auf diese Weise konnte ich meine ersten Erfahrungen mit integrativer Medizin sammeln.
 
Gerade die unerwünschten postoperativen Verläufe zeigen, dass der Körper weitaus mehr ist als eine Maschine. Der Anteil der Fehlschläge ist nicht unerheblich. Deswegen müssen ja die Betreffenden vor einem Eingriff eine Liste möglicher Komplikationen unterschreiben, womit sie dokumentieren, dass sie über die Schicksalshaftigkeit aufgeklärt worden sind und selbst einen Teil der Verantwortung übernehmen. Entsprechendes gilt für Pharmaka. Die Beipackzettel erwähnen in der Regel viele mögliche Nebenwirkungen, und indem diese zur Kenntnis gebracht werden, wird den Betroffenen selbst ein Teil der Verantwortung übertragen.
Ein solches Risiko wirkt durchaus abschreckend.
 
Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach einer integrativen Medizin, welche sich nicht nur an der Naturwissenschaft orientiert, sondern auch an Heilung und Gesundheit – mit einem Wort: An der Salutogenese. Jedoch hat die salutogenetische Seite der Medizin es schwer, gebührend wissenschaftliche Anerkennung zu finden. Weil sie die Heilungskräfte fördert, wirkt sie nur indirekt auf Krankheiten ein. Auf die Frage, gegen welche Krankheit sie denn genau wirkt, gibt es oft keine konkrete Antwort. Heilung und Gesundheit werden wesentlich von vegetativen, psychischen und sozialen Faktoren getragen. Wie diese genau auf den Organismus einwirken, ist durch keinen konkreten Wirkmechanismus zu erklären. Dagegen orientiert sich die naturwissenschaftliche Medizin an pathogenetischen Zusammenhängen und greift möglichst kausal begründet in das Krankheitsgeschehen ein. Allerdings entsprechen dabei die realen Ergebnisse des Öfteren nicht den rationalen Erwartungen.
 
Der myofasziale Dialog mit dem Körper, der hier vorgestellt wird, ist ein Weg, um salutogenetische und pathogenetische Medizin besser miteinander zu verknüpfen. Der Dialog ist ein spürender Test des Muskel- und Fasziensystems. Er beruht darauf, dass das myofasziale System gesamthaft mit Veränderung seiner Spannung reagiert, wenn biochemisch wirksame Stoffe, Homöopathika, physische oder psychosoziale und mentale Einflüsse auf den Körper einwirken. Arzneien müssen dazu nicht einmal einverleibt werden. Von den Arzneien geht eine feldartige Wirkung aus: Homöopathika, die keinerlei pharmakologische Wirkung haben, führen bereits zu einer myofaszialen Reaktion, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe des Körpers befinden. Auch bei biochemischen Pharmaka ist dieser Effekt zu spüren, allerdings ist dazu deren Koppelung an den Körper über ein Magnetfeld erforderlich. 
 
Der myofasziale Dialog ist so gut wie ermüdungsfrei und kann ohne wesentliche Hilfsmittel in kürzester Zeit ausgeführt werden. Dabei werden die Energien und Beziehungen verschiedener Zonen des vegetativen Nervensystems systematisch getestet und in einem Code erfasst. Dieser „Fasziencode“ kann als Bezugsgröße für verschiedenste Therapiemethoden dienen, die von der Arzneitherapie über die Akupunktur, die Osteopathie bis hin zur Körper-Psychotherapie reichen.
 
 
Mein Buch "Der Fasziencode" beschreibt eine Reihe von Entdeckungen, die auf dem „Myofaszialen Dialog“ beruhen und zu der Verschlüsselung seiner Ergebnisse im Fasziencode geführt haben:
  • Ausgangspunkt ist eine Versuchsreihe mit 160 Testpersonen, welche Beziehungen zwischen den fünf osteopathischen Diaphragmen und der Lehre von den Fünf Wandlungsphasen der altchinesischen Akupunkturlehre nachweist.
  • Darauf baut eine gleich große Versuchsreihe auf, aus der sich Verbindungen zwischen Wandlungsphasenlehre und altindischem Chakrensystem ergeben. Demnach ergänzen sich die altindischen Chakrenlehre, das altchinesische Akupunktursystem und die westliche Lehre von den Faszien.
  • Durch den Fasziencode können vegetative Dysbalancen und Dissoziationen bei Gesundheitsstörungen systematisch erfasst werden. Darüber hinaus lässt sich durch ihn auch die Wirkung von Arzneien auf das vegetative System darstellen. Über den Vergleich von Patienten- und Medikamenten-Codes lassen sich individuelle medikamentöse Behandlungsoptionen herausfiltern. Unter den Ergebnissen kann sodann eine Endauswahl getroffen werden.
  • Eine dritte Versuchsreihe zeigt, dass homöopathisch aufbereitete Elemente entsprechend ihrer Perioden- und Gruppenzugehörigkeit auf bestimmte Chakren wirken, was sich im „Fasziencode“ widerspiegelt. So ist diese Versuchsreihe auch philosophisch interessant: Das Periodensystem der Elemente ist eine Art Geburtsurkunde des Universums, und diese universale Ordnung spiegelt sich im Fasziensystem wider.
Aus dem Myofaszialem Dialog und seiner Codierung ergeben sich einige Vorteile:
  • Der Dialog zeigt Störungen an, ehe strukturelle oder chemische Veränderungen auftreten. Dies eröffnet Möglichkeiten der Prävention.
  • Es zeichnet sich so auch eine Möglichkeit ab, auf Epidemien präventiv zu reagieren – noch vor einer Impfung.
  • Aufgrund des Fasziencodes können Arzneien passgenau verordnet werden, wodurch Nebenwirkungen reduziert werden. Speziell die Homöopathie wird so treffsicherer. Sie erhält ein drittes Standbein - zusätzlich zum Vergleich der Arzneimittelbilder mit der Symptomatik und der Repertorisation.
  • Die Ergebnisse des Myofaszialen Dialogs können in die Diagnostik anderer Verfahren einfließen.
  • „Harte“ Maßnahmen wie Operationen, Chemotherapie oder Bestrahlungen werden bei entsprechender salutogenetischer Behandlung besser verkraftet.
  • Sind keine pathogenetischen Therapieansätze verfügbar, bestehen über die salutogenetische Therapie weitere Behandlungsoptionen, so dass auch solche Krankheiten besser bewältigt oder in Schach gehalten werden können.
Alles in Allem können der Myofasziale Dialog und der Fasziencode dazu beitragen, dass pathogenetischer und salutogenetischer Strang der Medizin besser ineinander integriert werden. Das Buch endet mit einer philosophischen Einordnung der Versuchsergebnisse: Sie zeigt, dass wir am Übergang vom Maschinenmodell zu einem Feldmodell des Organismus stehen. Dies hat in erster Linie Auswirkungen auf die Medizin, aber auch auf sehr viele andere gesellschaftlichen Bereiche, da wir ja den Körper überall und immer - solange wir leben - mit dabei haben.